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Systematische BürgerInnenbeteiligung in der Stadtentwicklung

BürgerInnenbeteiligung vor dem Hintergrund von Governance in der nachhaltigen Stadtentwicklung: von Bürgerinitiativen zu den Leitlinien für BürgerInnenbeteiligung in Graz

Dissertantin: Thomas Drage

Kurzbeschreibung des Dissertationsprojekts

Die Stadt gilt vielfach als der begehrte Lebensraum der Zukunft. Städte stehen aber auch zunehmend vor komplexen Herausforderungen. Vielfach handelt es sich um Herausforderungen, welche ökologische, soziale und ökonomische Dimensionen beinhalten, die häufig eng miteinander verwoben sind. Städte können diesen Herausforderungen nicht nur durch „top-down“ Ansätze von Politik und Verwaltung begegnen. Viele „nachhaltige“ Lösungsansätze sehen im gemeinsamen Gestalten von Städten, in Governance und Partizipation, ein Schlüsselelement zur zukunftsfähigen Entwicklung. Formale Partizipation und deren Anwendung sind in der Raumordnung klar geregelt. Informelle Beteiligung wird häufig von Politik und Verwaltung „angeboten“, wohingegen BürgerInnen auf keine geregelten Mechanismen zurückgreifen können, um Beteiligungsmöglichkeiten „einzufordern“. Es stellt sich daher die Frage, wie BürgerInnen informelle Partizipation anregen können und welche verbindlichen Instrumente es dafür gibt. Zunehmend sehen Städte in der systematischen und geregelten BürgerInnenbeteiligung Wege, einen trialogischen Prozess zwischen BürgerInnen, Politik und Verwaltung zu initiieren, um frühzeitig und transparent zu informieren, Konflikte zu vermeiden oder frühzeitig zu Tage zu bringen, Ressourcen zu schonen, Ergebnisse von Planungsprozessen zu verbessern sowie das gegenseitige Verständnis der AkteurInnen aus Politik, Verwaltung und BürgerInnenschaft zu stärken.

Die Arbeit zeigt auf, mit welchen Herausforderungen insbesondere europäische Städte konfrontiert sind und welche nachhaltigeren Konzepte darauf reagieren. Ein Fokus liegt dabei auf der Betrachtung unterschiedlicher Governance Ansätze in der Stadtentwicklung. Es wird betrachtet, was Partizipation leisten kann und wo sie an Grenzen stößt. Die zentrale Forschungsfrage behandelt die Möglichkeiten, die systematische Formen von BürgerInnenbeteiligung bieten und wie sie zu einer Verfestigung von Beteiligungskultur in etablierten Demokratien beitragen. 

Die Methodik der Arbeit basiert auf Literaturaufarbeitung und Darstellung der Themenbereiche Stadtentwicklung, Governance und Partizipation sowie den empirischen Forschungsergebnissen einer transdisziplinärer Aktionsforschung im Rahmen des EU-Projektes URB@Exp und der Evaluierung der Leitlinien für BürgerInnenbeteiligung in Graz.

Die fertige Dissertation umfasst eine Zusammenschau von Herausforderungen in der Stadtentwicklung, eine Analyse relevanter Konzepte zur nachhaltigen Stadtentwicklung, eine Diskussion von Governance und Partizipation, eine umfassende Analyse des Prozesses der Erprobungsphase der Leitlinien für BürgerInnenbeteiligung in Graz sowie einer Identifikation von Erfolgsfaktoren von institutionalisierter, informeller BürgerInnenbeteiligung.

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