Geospatial Technologies

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Das Wichtigste in Kürze
Ist ein interuniversitäres Masterstudium
Kennzahl: 066 806
ECTS-Anrechnungspunkte: 120
Mindeststudiendauer: 4 Semester
Ansprechperson: Prof. Sulzer

Studienplan (aktuell): Masterstudium Geospatial Technologies (17W)
Studienplan (auslaufend): Masterstudium Geospatial Technologies (11W)
Studienplan (auslaufend): Masterstudium Geo-Spatial-Technologies (07W)

 

Mit der Umsetzung des „Bologna Prozesses“ werden in Österreich die traditionellen Diplom- und Magisterstudien von Bachelor- und Masterstudien abgelöst. Das Institut für Geographie und Raumforschung hat mit dem Wintersemester 2005 ein 6 semestriges Bachelorstudium „Geographie“ und zwei vier semestrige Masterstudienprogramme: „Klima- und Hochgebirgsgeographie“ und „Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung“ umgesetzt (siehe H. Wakonigg, Grazer Mitteilungen de Geographie und Raumforschung, Heft 38, März 2006).

Mit dem WS 07/08 kann noch ein weiteres Masterstudium im Anschluss an das Bachelorstudium gewählt werden. Mit Geo-Spatial-Technologies wird nun ein gemeinsames Studium mit der Technischen Universität angeboten.

 

NAWI Graz – Kompetenz hoch zwei

Im Rahmen von NAWI Graz bündeln die Karl-Franzens-Universität und die TU Graz ihre Kompetenzen in den Naturwissenschaften: Gemeinsame Bachelor- und Masterstudien, eine gemeinsame Doktoratsausbildung im Rahmen der „Graz Advanced School of Science“ (GASS) und gemeinsame Forschungsaktivitäten bilden die Hauptsäulen der österreichweit einzigartigen Kooperation. Für die Studierenden bedeutet diese umfassende strategische Kooperation in Forschung und Lehre vor allem eines: Profitieren von den Spitzenleistungen und den Kompetenzen zweier Universitäten! Die Kooperation erstreckt sich auf die Fachbereiche Chemie, Technische und Molekulare Biowissenschaften, Mathematik, Physik und Geowissenschaften (www.nawigraz.at).

 

Von der Idee bis zur Umsetzung

An beiden Universitäten sind die Basisfächer: „GIS, Fernerkundung und Kartographie“ sowohl in der Lehre als auch in der Forschung fest verankert. Dadurch ergaben sich schon in den letzten Jahren intensive Kontakte und Kooperationen, dutzende Studierende nützten das Angebot an beiden Universitäten um sich in den geographischen Technologien zu vertiefen. Mit dem Universitätskehrgang „Space Sciences“ wurde bereits 2003 mit dem Bereich Fernerkundung („Remote Sensing“) ein universitätsübergreifender Schwerpunkt angeboten. Gemeinsam organisierte Sommerschulen „Graz in Space“ haben die Kooperation vertieft.

Durch die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingen im UG 2002, die interuniversitäre Studien ermöglichen, nahm man im Oktober 2005 die Umsetzung in ein gemeinsames Masterstudium in Angriff. Recht rasch konnte man sich auf den Inhalt und auf die beteiligten Fachbereiche einigen. Nur die konkrete Ausformulierung des Studienplanes gestaltete sich als sehr aufwendig, da trotz NAWI Graz unterschiedliche Satzungen der Universitäten vereint werden mussten. So dauerte es bis Juni 2006 bis das Curriculum von beiden Senaten genehmigt wurde und ab WS 07 in Kraft treten konnte.

Folgende Institute sind am Studium beteiligt: 

  • Institut für Geographie und Raumforschung
  • Institut für Geoinformatik
  • Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung
  • Institut für Navigation und Satelliten Geodäsie

 

Geo-Spatial-Technologies

Als Bezeichnung für das Masterstudium wurde Geo-Spatial-Technologies“ gewählt, um sich auch im Sinne einer Internationalisierung der Universität nach außen hin zu positionieren. Die Kombination geographisch ausgerichteter Technologien mit technischen Wissenschaften ist einzigartig in der europäischen Universitätslandschaft. In Graz wird ein Weg in Forschung und Lehre beschritten, wo sich die Vor- und Nachteile der beteiligten Studienrichtungen komplementär ergänzen und somit ein einzigartiges Masterstudium angeboten wird.

Die „Erde“ und der „verortete Raum“ stehen im Zentrum des neuen Masterstudiums Geo-Spatial-Technologies. Dabei geht es darum, die Welt zu beschreiben und zu analysieren, wobei in dieser Disziplin die Methoden der Geographie und der Geodäsie (Vermessung) in den Bereichen Geographischer Informationsverarbeitung, Fernerkundung und Kartographie miteinander verbunden werden. Daraus gehen zahlreiche praktische Anwendungen hervor, die uns im täglichen Leben mit geographischen und geodätischen Informationen versorgen. Mit Geo-Spatial-Technologies lässt sich aber noch viel mehr erforschen: Veränderungen der Umwelt können damit ebenso beobachtet werden wie die räumliche Entwicklung von Städten und Ballungsräumen. Daraus lassen sich Prognosen für die Zukunft ableiten, die wiederum die Basis für künftige Maßnahmen zum Wohl der Umwelt und der Menschen sein werden.

Voraussetzung für das Studium Geo-Spatial-Technologies ist ein abgeschlossenes Bachelor- und/oder Diplomstudium in den Studienrichtungen Geographie, Umweltsystemwissenschaften (mit Schwerpunkt Geographie) oder Geomatics Engineering. Andere Studienrichtungen können mit definierten Zusatzqualifikationen ebenfalls auf Antrag „Geo-Spatial-Technologies“ studieren.

Folgende Kompetenzen werden im Masterstudium vermittelt:

  • Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der erdgebundenen bzw. luft-/weltraumgestützten Vermessung und Abbildung der Erdoberfläche, der Produktion kartographischer Grundlagen und Luft- und Satellitenbildpläne sowie der 3-D Datengrundlagen;
  • Kenntnisse über Aufbau und Arbeitsweise, Methoden und Algorithmen in den Bereichen GIS, Remote Sensing und moderne Kartographie;
  • Kenntnisse über Aufbau und Arbeitsweise, Methoden und Algorithmen von Navigations- und Positionierungssystemen sowie ihrer Anwendung in der Datenakquisition;
  • Kenntnisse über Datenakquisition, Datenmanagement, Datenprozessierung und Veredelung von
  • Daten und Datendiensten sowie zu Fragen der Qualitätssicherung;
  • Kenntnis der relevanten Theorien, Methoden und Techniken der Human- und Physiogeographie;
  • Förderung der Fähigkeit zur synoptischen und differenzierten Betrachtung des Raumes und seiner
  • Komponenten, zur visuellen und computergestützten Analyse und zur Modellierung räumlicher Sachverhalte und ihrer Zusammenhänge.

 

Was man mitbringen sollte:

Geo-Spatial-Technologies – der Studienname zeigt bereits: Englisch ist eine absolute Notwendigkeit. Denn auch die Geowissenschaften werden zukünftig immer stärker international und interdisziplinär ausgerichtet sein. Die Arbeit in diesen Teams erfordert nicht nur eine hohe fachliche Kompetenz, sondern auch die Fähigkeit, in multidisziplinären Kontexten zu agieren. Als Voraussetzungen dafür sollten Weltoffenheit, Kommunikationsfreude und Teamfähigkeit ins Studium mitgebracht werden. Durch die doch recht unterschiedlichen Vorstudien an der TU und an der KFU wird es notwendig sein, sich spezielles Wissen und Fertigkeiten des anderen Vorstudiums anzueignen (s.u.).

 

Was geboten wird:

Das NAWI-Studium Geo-Spatial-Technologies bietet eine ganze Menge an Vorteilen:

  • ein fokussiertes Fachstudium
  • modern ausgestattete Laborplätze
  • ein hoch motiviertes Team an Lehrenden
  • persönliche Betreuung
  • frühzeitige Einbindung in aktuelle Forschungsgebiete
  • gute Aussichten am Arbeitsmarkt

Ein weiteres wichtiges Element ist die forschungsgeleitete Lehre. Das bedeutet, dass Sie als Geo-Spatial-Technologies-Studierende laufend in aktuelle Forschungsprojekte eingebunden werden. Das sichert eine moderne und zeitgemäße Ausbildung und beste Qualifikationen am internationalen Arbeitsmarkt.

 

Der Studienplan

Das naturwissenschaftliche Masterstudium Geo-Spatial-Technologies umfasst 4 Semester und besteht aus einem Studienabschnitt. Der Gesamtumfang beträgt 120 ECTS-Credits/Anrechnungspunkte (ECTS-Cr/A). Absolventinnen und Absolventen wird der akademische Grad „Master of Science“, abgekürzt „MSc“, verliehen.

Für das Masterstudium Geo-Spatial-Technologies sind gewisse fachliche Vorkenntnisse dringend empfohlen:

  • Grundlagen der Fernerkundung und Photogrammetrie
  • Grundlagen Geographischer Informationssysteme
  • Geo-Mathematik
  • Datenbanken
  • Bezugssysteme
  • Satellitengestützte Positionierung
  • Grundlagen der Kartographie
  • Human- und Physiogeographische Grundlagen

Es wird empfohlen, je nach abgeschlossenem Bachelor- bzw. Bachelorstudium im Rahmen der Wahlpflichtfächer/Gebundenen Wahlpflichtfächer bzw. der Freien Wahlfächer/Freien Wahllehrveranstaltungen etwaige fachliche Defizite auszugleichen. Konkret sind folgende Lehrveranstaltungen empfohlen:

  • Satellitengestützte Positionierung; 2 KSt / 2,5 ECTS-Cr/A
  • Einführung Photogrammetrie; 2 KSt / 3 ECTS-Cr/A
  • Kartographie 1 (Kartengestaltung und Geokommunikation) 2 KSt / 3 ECTS-Cr/A
  • Kartographie 2 (Grundlagen der multimedialen Kartographie) 2 KSt / 3 ECTS-Cr/A
  • Bezugssysteme; 2 KSt / 2,5 ECTS-Cr/A
  • Datenbanken; 2 KSt / 3 ECTS-Cr/A
  • Geo-Mathematik; 4 KSt / 5 ECTS-Cr/A
  • Einführung in die Physiogeographie (1 und 2) 4 KSt / 6 ECTS-Cr/A
  • Einführung in die Humangeographie (1 und 2) 4 KSt / 6 ECTS-Cr/A

Die Prüfungsfächer für das Masterstudium gliedern sich in folgende Gruppen:

  • Datenakquisition und Management: Hier werden wichtige Grundlagen und Vertiefungen der Akquisition und des Managements von Fernerkundungs- und GIS-Daten vermittelt.
  • Analyse: Hier werden Methoden der Bildverarbeitung, Photogrammetrie, Fernerkundung und der Verarbeitung von Geoinformationen vermittelt, wobei besonderes Augenmerk auch auf anwendungsbezogene Aspekte dieser Technologien gelegt wird.
  • Präsentation und Visualisierung: Hier findet eine besondere Vertiefung der Kenntnisse hinsichtlich der Präsentation und Visualisierung von GIS- und Fernerkundungsdaten statt.
  • Wahlpflichtfächer / Gebundenes Wahlpflichtfach: Wahlpflichtfächer vermitteln vertieftes Wissen in den gewählten Fachbereichen und den ihnen zu Grunde liegenden Theorien. Die Fächer sind thematisch eng an das das Masterstudium Geo-Spatial-Technologies geknüpft.
  • Projektpraktikum: Das Projektpraktikum dient der Vertiefung der Fähigkeiten mit einem integrativen Fernerkundungs- und GIS-Inhalt, wobei auf das Management in vernetzter Umgebung besonders geachtet wird.
  • Freie Wahlfächer (KFU GRAZ) / Freie Wahllehrveranstaltungen (TU Graz): Freie Wahlfächer sind jene Lehrveranstaltungen, die die Studierenden frei aus dem Lehrangebot aller in- und ausländischen Universitäten wählen können und über die Prüfungen abzulegen sind. Es können auch Lehrveranstaltungen gewählt werden, die die Pflichtlehrveranstaltungen im Hinblick auf Wissensabrundung oder Schwerpunktsetzung sinnvoll ergänzen.

Das Thema der Masterarbeit muss aus den Prüfungsfächern

  • Akquisition und Management
  • Analyse
  • Präsentation und Visualisierung gewählt werden.

Die abschließende kommissionelle Prüfung besteht aus

  • einer Präsentation der Masterarbeit (max. 20 Minuten)
  • der Prüfung aus dem Fach der Masterarbeit und
  • einer Prüfung über ein Fachgebiet, welches in einem unmittelbaren fachlichen Zusammenhang mit der Masterarbeit steht.

 

Die Arbeit im Bereich Geo-Spatial-Technologies

Der Abschluss des Masterstudiums Geo-Spatial-Technologies ermöglicht eine berufliche Laufbahn in unterschiedlichen Bereichen. In Verbindung mit einem weiterführenden Doktoratsstudium steht der gesamte Sektor der Forschung und Lehre offen. Viele Berufsfelder mit digitalem Raumbezug erschließen sich den AbsolventInnen. Besonders nachgefragt sind darüber hinaus Geo-Spatial-Technologies-Expertinnen und Experten bei zahlreichen nationalen und internationalen Softwareunternehmen, die für ihre Produkte spezialisiertes geographisch-geodätisches sowie informatisches Wissen und Know-how benötigen.

Die AbsolventInnen sind auch zur Mitarbeit in einem multidisziplinären, computergestützt arbeitenden ForscherInnen- oder BeraterInnenteam mit folgenden Arbeitsschwerpunkten befähigt:

  • Entwicklung und Anwendung computergestützter Geographischer Informationssysteme, Nutzung von GIS- und Fernerkundungswerkzeugen für die Analyse komplexer, raumbezogener/erdbezogener Zusammenhänge
  • strategisches Management natürlicher und anthropogener Ressourcen
  • Problemidentifikation, Beitrag zur Entwicklung von Problemlösungen zur Unterstützung von PlanerInnen, politischen EntscheidungsträgerInnen und NGO’s in Marketing und Demographie
  • Konzeption, Design und Implementierung von Visualisierungsmöglichkeiten mittels Karten und anderen multimedialen Kommunikationsmitteln (komplexe Kommunikationssysteme)

 

Weitere Informationen

Infofolder der Studienabteilung

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