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Raumteilen

Geteilte Räume des Arbeitens, des Wohnens und des öffentlichen Lebens am Beispiel der Stadt Graz

Förderung: Steiermärkische Landesregierung, Referat für Wissenschaft und Forschung

Fördersumme: 92.285 Euro

Dauer: 31 Monate: 09/2018 – 03/2021

Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Ulrich Ermann

Dissertant: Malte Höfner, B.Sc. M.Sc.

Betreuer: Univ.-Prof. Dr. Ulrich Ermann

KooperationspartnerInnen

Wissenschaft:

  • Univ.-Prof. Dr. Johanna Rolshoven und Assist.-Prof. Dr. Judith Laister (Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Karl-Franzens-Universität Graz)
  • Univ.-Assist. Mag. DI. Dr. Manfred Omahna (Institut für Stadt- und Baugeschichte
    TU Graz)
  • Assoc.-Prof. DI. Dr. Franziska Hederer (Institut für Raumgestaltung TU Graz)
  • Prof. Dr. Peter Lindner (Institut für Humangeographie, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Deutschland)
  • Assoc.-Prof. Alberto Vanolo, PhD (Dipartimento Culture, Politica e Società der Universität Turin)

Praxis:

  • Scan: Agentur für Markt- und Gesellschaftsanalytik (Mag. Rainer Rosegger)
  • StadtLABOR - Innovationen für urbane Lebensqualität GmbH (Mag.a Barbara Hammerl)
  • MANAGERIE e.U. & Verein Stadtteilprojekt ANNENViERTEL (Maria Reiner)

Kurzbeschreibung des Dissertationsprojekts

Unter Berücksichtigung demographischer und ökonomischer Transformationsprozesse, wie Zuwanderung, Reurbanisierung, zunehmende Mobilität und Auswirkungen der Digitalisierung (Sharing Economy) geht das Forschungsprojekt Fragen nach, wie urbane Räume im Alltag (gemeinsam) geteilt werden. Dabei suchen qualitative Fallstudien in den drei Alltagsbereichen Arbeiten, Wohnen und Öffentlicher Raum nach Handlungsstrukturen, welche neue Raumkonfigurationen durch das „praktische Teilen“ (Sharing) einerseits und gleichzeitig ablaufenden Praktiken des räumlichen „Ab-Trennens“ (Dividing) anderseits entstehen lassen.

Aktueller Forschungsstand

Die theoretische und konzeptionelle Vorbereitung der projektbezogenen Dissertation stand im Zentrum der Arbeit des ersten Projektjahres. Außerdem fanden zusammen mit Masterstudierenden im Rahmen einer Lehrveranstaltung und Exkursion erste explorative Feldbegehungen statt. Ergebnisse dieser studentischen Mitarbeit sind durch eine Reihe von Vorortgesprächen mit Expert*innen und Partner*innen aus der Praxis in Form eines digitalen Storytelling unter https://raumteilen.atavist.com/ dokumentiert worden. Weitere Einblicke über konkrete Orte des Teilens durch aktuelle Trends in der kreativen Arbeitswelt zeigt ein Artikel über die Grazer Coworking Spaces (GeoGraz, Ausgabe 67).

Im Mittelpunkt des zweiten Projektjahrs stand die empirische Feldarbeit. Praktiken und Strukturen des Teilens aus einem innenstadtnahen, öffentlichen Raum wurden einem Wohnquartier am Stadtrand gegenübergestellt. Die empirische Grundlage bildeten Interviews und Beobachtungen an den beiden Standorten. Den Vordergrund des lokalen Raumbezugs in der Stadt Graz bot dabei einerseits das Brauquartier Puntigam als Schnittstelle zwischen den beiden Alltagsbereichen Wohnen und öffentlichem (Nah)raum (eigene Nachbarschaft). Dem gegenüber stand andererseits eine Erhebung im Grazer ‚Annenviertel‘, in welchem temporäre, sportliche Aktivitäten und ihre Einbettung im öffentlichen Grünraum erforscht wurden. Diese Untersuchung erfolgte mittels eines selbst entwickelten Ansatz geteilter Erhebungspraxis und einer dialog-basierten Methodenkombinationen unter dem Stichwort „Empirie(n) der Begegnung“. Mithilfe dieser Methode wurden bisher wenig oder nicht sichtbare soziale Interaktionen im gemeinsam geteilten öffentlichen Raum sichtbar(er). Am Beispiel der beiden räumlich differenten Standorte werden gegenwärtig urbane Raumproduktionen von Inklusion und Exklusion sowie organisierten Formen des Teilens analysiert.

Die Einblicke in diese „Mikrogeographien" des Arbeitens, des Wohnens und des Öffentlichen Raums versprechen neue Erkenntnisse über unsere Raumkonfigurationen urbaner Gesellschaften. Das Forschungsprojekt soll dabei helfen, verschiedene Arten von Praktiken, die zur Produktion urbaner Räumlichkeiten beitragen, zu erkennen und polarisierende Raumphänomene besser zu verstehen, damit für die Gesellschaft weniger das Trennende, sondern mehr das Verbindende bei Praktiken des Raumteilens wirksam wird.

 

Publikationen & Kollaboration

Zusammen mit dem Projektpartner Rainer Rosegger (SCAN) hat sich innerhalb des letzten Jahres im Kontext des europäischen COST-Netzwerk der Aktionsgruppe Sharing & Caring eine enge Zusammenarbeit in den Themenbereichen der Sharing Economy und Platformökonomien auf nationaler Ebene ergeben. Dabei ist ein Länderbericht (2019) zur ‚Collaborative Economy‘ in Österreich (2020, in Erscheinung), sowie ein Buchkapitel zur Sharing Economy im Tourismusgewerbe in Österreich (Veröffentlichung: 2021) entstanden.

Informationen und Anfragen zum Projekt sind unter raumteilen(at)uni-graz.at zu stellen

Kontakt

Institutssekretariat
Heinrichstr. 36 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 5137

Parteienverkehr:
Montag bis Freitag 10 – 12 Uhr

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