Zum Inhalt:
„Nachhaltige Klimaneutralität“ beschreibt den Zustand einer Organisation, deren Aktivitäten weder direkt noch indirekt einen Beitrag zur globalen Erwärmung leisten. Heute sind viele Dienstleistungsunternehmen von diesem Zustand weit entfernt, obwohl er aus technischer Sicht erreichbar wäre. Warum ist das so? Und was müsste getan werden, damit sich Unternehmen tatsächlich in Richtung nachhaltige Klimaneutralität entwickeln?
Um diese Fragen zu beantworten, wurde auf Basis theoretischer und innovativer methodischer Ansätze ein transdisziplinäres Forschungsprojekt entwickelt und anhand des Fallbeispiels Universität Graz umgesetzt.
Dabei zeigte sich, dass die Berücksichtigung der Prinzipien integrativer Entwicklungsprozesse (MADER, 2010) und der Disziplinen lernender Organisationen (SENGE, 2008) ebenso wie die Erstellung eines Klimaschutzplans, die Durchführung einer Bewusstseinsbildungsaktion und die Einbindung des Wissens der Stakeholder wesentliche Eckpfeiler für die Etablierung eines Klimaschutzprozesses sind. Entscheidend war dabei die Entwicklung eines Projektdesigns, in dem die Initiative vom Initiator auf die Stakeholder selbst übergeht, das gleichzeitig aber auch genügend Spielräume lässt, um in Hinblick auf das oberste Ziel – die Klimaneutralisierung des Unternehmens – flexibel zu sein.
Zum Vortragenden:
Mag. Christian Kozina studierte Umweltsystemwissenschaften (Bakk, Mag) und Geographie (Doktorar) an der Karl-Franzens-Universität (Graz) und der Western Washington University (Bellingham). Im Zuge dessen vertiefte er sich in den Bereichen Klimaschutz, Mobilität, Systemwissenschaften und nachhaltige Entwicklung, mit Fokus auf Fragen der praktischen Umsetzung. Seit 2012 ist er auch in der Lehre tätig und erhielt 2013 den Lehrpreis „Ausgezeichnet!“ der Universität Graz.
Termin: Am Donnerstag, dem 26. Juni 2014 . Beginn: 14:30 Uhr
Ort: Institut für Geographie und Raumforschung, HS 11.03