Interne Strukturen von Felsgleitungen ermöglichen die Charakterisierung von Mechanismen während deren komplexer Prozessabläufe. Der Internbau liefert zudem auch wichtige Indizien zur Identifizierung solcher Ablagerungen, speziell bei jenen, die durch partielle Erosion morphologisch unauffällig erscheinen oder kaum mehr zu erkennen sind. So dienen spezielle Aufschlüsse u.a. dazu, Felsgleitungen von glazialen Ablagerungen einwandfrei zu unterscheiden und so paläoklimatische Fehlinterpretationen sowie Fehleinschätzungen der Gefährdung durch Massenbewegungen zu vermeiden. Solche Aufschlusssituationen sind dort gegeben, wo hohe Erosionsraten vorherrschen und glaziale oder fluviale Erosion den Internbau freilegen.
Der Vortrag bietet eine Zusammenschau dieser sedimentologischen Besonderheiten, von der Gesteinsfragmentierung bis hin zur Gesteinsaufschmelzung (= Friktionit) innerhalb extrem großer gravitativ dislozierter Massen am Beispiel der Felsgleitung des Tsergo Ri, Langthang, Nepal.
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